CeBIT 2014 – interessant für Studenten?

In der Woche vom 10. bis 14. März 2014 fand die CeBIT auf der Messe Hannover statt. Studenten konnten sich hierfür im Dekanat Freikarten für den einmaligen Zutritt abholen und wir vom Busy Beaver haben uns für die gesamte Woche gültige Presseausweise besorgt. Jedoch bleibt hier die Frage, ob sich der Weg nach Hannover für Studenten überhaupt lohnt.

Da das Beamen noch nicht ausgereift genug ist, muss der motivierte Messebesucher zunächst einen Weg finden nach Hannover zu reisen. Da man möglichst viel aus dem Tag machen möchte, reist man natürlich früh morgens ab. Günstige Möglichkeiten sind das Auto und die Bahn. Auch nach möglichen Shuttleangeboten sollte man rechtzeitig Ausschau halten. Fährt man mit dem Auto, sollte man noch andere Leute mitnehmen, um sich die Benzinkosten der je ca. 240km Fahrt teilen zu können. Zwischenzeitlicher Fahrerwechsel oder ein abgehärteter Fahrer können dabei helfen, genügend Energie für den restlichen Messetag (inklusive Rückfahrt) zu bewahren. Fährt man mit dem Zug, so ist die beliebteste Verbindung, zunächst per RE nach Minden und von dort aus mit der S-Bahn nach Hannover weiter zu fahren. Hierbei ist zu beachten, dass das NRW-Semesterticket bis Minden gilt, die CeBIT Eintrittskarte aber erst ab Haste. Zwischen Minden und Haste muss somit ein zusätzliches Ticket gelöst werden, welches für Einzelpersonen aktuell 7,90€ pro Strecke kostet. Ab zwei Personen lohnt sich auch ein Niedersachsenticket zu kaufen. Dieses kostet für eine Person 22€ und für jede weitere Person 4€ extra, maximal jedoch 38€ für 5 Personen, und gilt für sämtliche Fahrten innerhalb Niedersachsens am gleichen Tag.

Endlich angekommen auf der Messe, hat man die Wahl zwischen den verschiedenen Messehallen. Da diese teilweise etwas weiter auseinander liegen, sollte man sich überlegen, in welcher Reihenfolge man diese besuchen möchte. Auch helfen die drei Buslinien (blau, grün und rot), welche zwischen den Hallen ihre Runden drehen. Da diese nicht immer an jeder Haltestelle halten, sollte man sich vor dem Einstieg einmal die Fahrpläne ansehen, um hinterher nicht noch weiter vom Ziel entfernt zu sein. Wir vom Busy Beaver hatten außerdem noch die Möglichkeit eines der vielen Presse-Shuttles zu nutzen, um zum zentral gelegenen Pressezentrum zu fahren – nach nettem fragen auch mal zu einer der äußeren Hallen.

Doch nun zum wirklich interessanten Punkt, der Frage, was interessant für Studenten ist. Die CeBIT hat dieses Jahr verstärkt Wert darauf gelegt, als Stellenbörse zu fungieren. Wer absolut kein Interesse an einem Nebenjob hat, wird sich schnell fragen, warum er sich überhaupt die Mühe gemacht hat, zur CeBIT zu fahren. Zwar können einige der Live-Hacking Veranstaltungen im Security Bereich noch ganz interessant sein, aber ansonsten wird man viel von Jobangeboten überschwemmt. Stände und Hallen, welche sich nicht primär auf den Stellenmarkt fixieren, sind zwar vorhanden, richten sich dann aber vorrangig an Buisnesskunden. Steht man kurz vor dem Abschluss seines Studiums und ist auf der Suche nach einem Job für die Zeit danach, so kann man allerdings durchaus Interessante Angebote finden. Jedoch muss man auch hier bereits etwas suchen, da sich viele Angebote an Personen mit Joberfahrung richten. Weiterhin muss man sich darauf einstellen, dass die Jobs sehr weit über Deutschland verteilt sind und kaum einer in der näheren Umgebung von Dortmund zu finden ist. Da für Studenten eher interessant ist, wie das Angebot an Werksstudentenjobs ist, haben wir an vielen Ständen nachgefragt. Da gerade hierbei eine gewisse Nähe zu Dortmund wichtig ist, um nicht neben dem Studium noch viel Zeit damit zu verbringen durch Deutschland zu reisen, wurden wir hier weitestgehend enttäuscht. Nur sehr wenige Werksstudentenstellen waren tatsächlich in der Nähe Dortmunds. Allerdings gab es auch einige Fälle, in denen unsere Gesprächspartner ihre eigenen Flyer scheinbar nicht gelesen hatten und auch beim überfliegen die nötige Information nicht finden konnten, da in diesen tatsächlich auch Dortmund als Standort aufgelistet war.

Neben ein paar kurzlebigen Hüten, einer Kletterwand mit schlecht positionierter Kamera und ein paar netten Postkarten, welche wir bereits im CZI ausgelegt haben, gab es für den normalen Besucher jedoch nichts mehr zu erleben. Mit unseren Presseausweisen hatten wir vom Busy Beaver jedoch auch Zutritt in den Bereich der Global Conferences. Ob diese interessanter waren, als die normale CeBIT, werden wir in einem kommenden Artikel berichten.