Philosophie-Talk mit Jödelsbach

Vielleicht erinnert ihr euch, wir hatten vor einer Weile den weltberühmten Philosophen Dr. Hackfried von Jödelsbach zu Gast. Nach der Veröffentlichung des Exklusiv-Interviews habt ihr uns mit Fragen förmlich bombadiert. Als wir Dr. Hackfried von Jödelsbach nach langer Suche in den kolumbianischen Anden fanden, beantwortete er im Zustand tiefer Erleuchtung die besten Fragen.


„Warum habe ich meine Frage vergessen?“ – @derfnull (via Twitter, 19.01.2014)

Lieber @derfnull,
Es ist vollkommen normal durch eine übersteigerte Leistung des Gehirns dazu zu neigen bereits im Unterbewussten vorbereitete Teile zu vergessen. Der häufigste Grund dafür ist… hmmm… wo war ich? Achja, und gerade deswegen ist es gut sich Notizen zu machen! Sonst enden wir alle wie verwirrte Professoren!
Beste Grüße, Dings… hier… v. Jödelsbach


„Was passiert bei Alter vor Schönheit wenn der Ältere schöner ist?“ ‏@UlfStavrovson (via Twitter, 20.01.2014)

Lieber @UlfStavrovson,
das Problem „Alter vor Schönheit“ hat in der Vergangenheit für viel Aufsehen gesorgt, da es immer mehr Menschen unmöglich ist, Gebäude oder Räume zu betreten sobald eine Race Condition mit ungleich-altrigen Sprücheklopfern entsteht. Dieses Problem geht man am besten mit einer Fallunterscheidung an.
Fall I: Wenn die jüngere Person schöner ist, als die ältere Person, so ist per Definition die ältere Person vorzulassen.
Fall II: Ist die ältere schöner als die jüngere, aber nicht schöner als sie alt ist, gilt ebenfalls die Definition, da das Alter entscheidend ist.
Fall III: Wenn aber die ältere Person schöner ist, als sie alt ist – also wenn das Ausmaß der Schönheit das Ausmaß des Alters übertrifft – darf niemand vorgehen.
Dies liegt daran, dass per Definition Alter vor Schönheit gelten muss, die ältere Person geht also zuerst. Wenn aber die ältere Person zuerst geht, geht Schönheit ebenfalls zuerst. Dies widerspricht der Definition, da diese nicht „Alter vor oder gleichzeitig mit Schönheit“ lautet.
Fazit ist also, lieber @UlfStavrovson: Wer zu viel Sprüche klopft, verdient einen Tritt vors Schienbein – im Sinne des friedlichen Zusammenlebens!
Beste Grüße, Hackfried v. Jödelsbach


„Was ist eine Form?“ – Christiane (via Wand) & @FRQDO (via Twitter, 20.01.2014)

Liebe Fragenden,
unter „Form“ kann man diverses verstehen. Es gibt Textform, grafische Formen, Backformen, Normalformen, … „Form“ ist in vielen Lebensbereichen etwas nützliches.
Da Form ein komplexes Konstrukt ist und nicht nur die Eigenschaft einer Sache sondern auch ein Objekt an sich beschreibt, sollte am besten nach den spezifischen Begriffen geforscht werden. Wenn man die „Umgangsform“ meint, bei der es z.B. als unschön angesehen wird, Äußerungen die als Manifestation pöbelnder Rüpelhaftigkeit provokant aufgedrängt werden (etwa durch Anbringen von Plakaten oder permanenteren Mitteln an Wänden) sollte man sich besser jetzt als gleich damit auseinandersetzen, was vertretbar ist und was nicht. Eben jenes gilt für Textform. Niemand liest einen riesigen Block aus unschön hintereinandergereihtem Unfug. Dieser Beitrag könnte ein Beispiel sein.
Beste Grüße, Hackfried v. Jödelsbach


„Wer ist dieser ominöse Dr. Klett?“ – Anonym

Liebe Person,
letztlich erschien in dem seriösen Faktenmagazin „Angst, Hass, TittenBILDer“ ein Artikel mit dem Titel „Der Mega-Schnüffler deckt auf: Wer steckt hinter ‚Dr. Klett‘?!“. Die Antwort auf diese Frage wurde dort spekuliert, allerdings weist die Argumentation… einige Lücken auf. Eine Woche später erschien ein Folgeartikel mit dem Titel „‚Der Mega-Schnüffler‘ – Ein Hochstapler versucht Hetzjagd auf angesehensten Superschurken zu starten!!“
Wer schlussendlich hinter ‚Dr. Klett‘ steckt wird zunächst wohl weiterhin ein Mysterium bleiben.
Beste Grüße, Hackfried v. Jödelsbach


„Verwirrt es Leute wenn ein Satz anders endet als sie es Bratkartoffel?“ – @MartinMatzat (via Twitter, 15.01.2014)

Lieber @MartinMatzat,
In der theoretischen Philosophie ist es üblich Beweise durch lange und verschaltelte Sätze, die wenn man sie genauer unter die Lupe, welche natürlich nur sprichwörtlich zu interpretieren ist, wie dem geneigten Leser, für den ein Philosoph jedwede Person, die ein Essay, das sie verfasst hat, liest, hält, klar sein sollte, nimmt, somit existiert Gott.
Beste Grüße, Hackfried v. Jödelsbach

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